41 Neukunden in nur 5 Tagen

Landwirt verkauft ein Rind zu 70% und Friedhold hilft

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Zusammenfassung

  • Friedhold testet Werbemethoden für Hof Brockmann aus Soltau. Unter anderem Flyer verteilen, Plakate aufhängen und Beiträge in regionalen Facebook Gruppen teilen.
  • Hof Brockmann hat keine eigenen Stammkunden angeschrieben, um die Ergebnisse nicht zu verfälschen.
  • 71% des Rindes konnte so mit sehr einfachen Methoden an 41 Neukunden verkauft werden in nur 5 Tagen.
  • Bei diesem Test waren die Beiträge in regionalen Facebook Gruppen am erfolgreichsten.
  • Hof Brockmann ist sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

Warum testen wir Werbemittel für direktvermarktende Landwirte?

Unsere Mission bei Friedhold ist, Landwirten zu helfen ihre Produkte direkt an Kunden zu verkaufen und sie somit zu Direktvermarktern zu machen. Auf unserer bisherigen Reise haben wir gemerkt, dass wir den Landwirten auch bei der Werbung aktiv unter die Arme greifen müssen, weil sie selbst genug andere Sachen zu tun haben.

Deshalb fahren wir momentan Tests mit direktvermarktenden Landwirten, bei denen wir herausfinden wollen, wie Direktvermarkter am einfachsten Neukunden gewinnen können.

Wir wissen bereits, dass die Friedhold Online Hofläden sehr gute Umsätze für Landwirte generieren. Insbesondere bei Landwirten mit Rinderhaltung hat sich gezeigt, dass der Online Hofladen von Friedhold die Leute sehr stark zum Kaufen anregt.

So haben die Direktvermarkter, die etwas Zeit und Geld in das Bewerben der Seite investiert haben, sehr gute Erfolge in kurzer Zeit erzielt. Jedoch ist uns aufgefallen, dass diese Landwirte zumeist Hilfe in der Familie oder im Freundeskreis hatten, die man nicht bei jedem Landwirt voraussetzen kann.

Daher wollen wir nun das Geheimnis entschlüsseln, welche Werbemitteln für die Direktvermarktung am besten funktionieren. Das gewonnen Wissen teilen wir zum Einen mit allen Direktvermarktern und zum Anderen setzen wir es aktiv ein. Für alle Landwirte, die selbst keine Zeit dafür haben, werden wir bei Friedhold die Arbeit übernehmen und so gut wir können unterstützen.

Wie haben wir bei Hof Brockmann getestet?

Bei diesem ersten Test haben wir drei Werbemittel getestet:

  • Flyer verteilen
  • Plakate aufhängen
  • Facebook – regionale Gruppen

Flyer verteilen für Direktvermarkter

Für Hof Brockmann haben wir einen Flyer erstellt, der so aussieht:

Inhalte von Flyer / Handzettel für Direktvermarkter

Der Flyer hatte 4-Seiten: 2 äußere und 2 innere. Auf der Titelseite haben wir versucht Lust auf mehr hervorzurufen. Dafür war das Foto von den Tieren auf der Weide und der Titel „Regionales Rindfleisch“ wichtig, da viele Menschen heutzutage regional essen wollen.

Auf den Innenseiten haben wir die Vorteile von Hof Brockmann herausgestellt und exemplarisch einige Produkte inklusive Preise genannt. Kunden von Direktvermarktern ist die Transparenz sehr wichtig. Sie informieren sich gut und wollen wissen, was genau besser an dem Fleisch ist, als an dem Fleisch von der Fleischtheke. Die Produkte und Preise zeigen eine Verbindlichkeit, dass es sich nicht nur um einen Informations-Flyer handelt, sondern dass es jetzt, in diesem Moment, auch Produkte zu kaufen gibt. Daher auch dort der Hinweis zu der Adresse des Friedhold Online-Hofladens, damit die Kunden nicht alle anrufen, sondern ihre Bestellungen online eingeben.

Auf der Rückseite des Flyers ist eine Anleitung, was der Kunden nun genau tun soll. In drei Schritten, einfach erklärt.

  • Online den Friedhold Online Hofladen besuchen
  • Ware reservieren
  • Liefermethode definieren

Ohne diese klaren Anweisungen würden viele Kunden eventuell anrufen, und das kostet direktvermarktende Landwirte sehr viel Zeit. Einfacher ist es, wenn die Kunden ihre Reservierungen selber im Friedhold Online Hofladen eingeben.

Kosten der Flyer für Direktvermarkter

Wir haben die Flyer bei Wirmachendruck.de bestellt und haben uns für 4-seitige A6 Flyer, beidseitig farbig bedruckt aus 300g Recycling Papier in matt entschieden. Hier der Link zum Bestellen:

https://www.wir-machen-druck.de/faltblatt-gefalzt-auf-din-a6-4seiter.html

1000 Stück von diesen Flyern haben brutto 109,83 Euro gekostet.

Es gibt natürlich viel günstigere Flyer, allerdings muss man sich hinterfragen, welchen Eindruck diese dann machen. Wenn man als Kunde merkt, dass das Papier sehr dünn ist, eventuell glänzt es und biegt sich. Oder wenn man als Kunde alternativ ein sehr hochwertiges Papier in die Hand bekommt, was schön dick ist und durch die matten Farben eine Natürlichkeit ausstrahlt. Direktvermarkter sollten Qualität ausstrahlen, da man nicht auf Preiskampf gehen will.

Methode beim Verteilen von Flyer für Direktvermarkter

Wir wollten die Flyer gerne beim Wochenmarkt in Soltau verteilen, allerdings war dies durch Corona keine gute Idee. Daher haben wir sie in Läden ausgelegt (Apotheken, Bio-Läden, Banken, Buchläden) und größtenteils direkt in den Briefkasten geschmissen.

Dabei darf man den Aufwand nicht unterschätzen: eine Person hat für 1000 Flyer 30 Kilometer zu Fuß zurückgelegt. Es hat 6 Stunden gedauert und der andauernde Regen war auch nicht sehr förderlich für die Moral. Hinzu kommen Benzinkosten, um von Ort zu Ort zu fahren.

Über die Auswahl der Stadtteile, in denen man Flyer verteilt, haben wir viel nachgedacht. Mit keinem Ergebnis. Es gibt Studien, die die These bestätigen, dass eher besserverdienende Rindfleisch direkt vom Landwirt kaufen. Allerdings spielen auch noch viele andere Faktoren mit rein, wie eigene Werte und das Konsumverhalten. Am Ende kamen wir zu dem Schluss, dass man es nicht am Haus erkennen kann, ob die Bewohner Interesse an Rindfleisch direkt vom Landwirt haben, so dass wir einfach überall Flyer reingeschmissen haben.

Fazit für das Flyer-Verteilen für Direktvermarkter

In den Tagen nach dem Verteilen der Flyer haben wir auf eingehende Reservierungen gewartet. Leider kam es sehr schleppend. Am ersten Abend kam keine Reservierung. Am zweiten Abend auch keine. Am Morgen des dritten Tages kam eine Reservierung rein.

Das alles war sehr ernüchternd, weil das Verteilen sehr aufwendig gewesen ist. Bei ca. 110 Euro für die Flyer und 6 Stunden Arbeit (rechnen wir mal mit 10 € pro Stunde), sind wir bei 170 Euro. Hinzu kommen noch die Kosten für das Auto, sagen wir pauschal 20 Euro.

Bei einem durchschnittlichen Warenkorb-Umsatz von 40 Euro pro Reservierung bräuchte es 5 Reservierungen um alleine das Geld wieder drin zu haben. Natürlich kann man annehmen, dass die Neukunden öfters bestellen und sich es somit „schön rechnen“. Allerdings gab es in diesem Fall nur eine nachgewiesene Reservierung, was etwas wenig ist.

Sobald es Corona wieder zulässt sollten wir noch einmal versuchen die Flyer persönlich zu überreichen. Das könnte einen positiven Effekt haben. Außerdem können Flyer als Beilage beim Überreichen der Bestellung hilfreich sein, um den Kunden zum Wiederkauf anzuregen.

Plakate aufhängen für Direktvermarkter

Außerdem haben wir für den Hof Brockmann Plakate in den größen A3 und A4 hergestellt:

Inhalte vom Plakat

Auf Plakaten muss man sparsam mit Informationen umgehen. Wenn ein Kunde es von weitem sieht, müssen ansprechende Worte bereits gut erkennbar sein. Wir haben auf „Regionales Rindfleisch“ gesetzt, sowie ein Foto von Rindern auf einer Weide.

Sobald der Kunde näher kommt, muss eine Handlungsanweisung zu erkennen sein. Daher der QR-Code, der den Kunden direkt auf den Online-Hofladen führt. Außerdem die zwei Schritte Erklärung, was zu tun ist.

Das Plakat schließt ab, mit etwas kleineren Informationen, die noch einmal etwas positives betonen. In diesem Fall die lange Geschichte des Hofes seit 1932.

Kosten der Plakate für Direktvermarkter

Plakate sind sehr günstig. Wir haben erstmal 20 A4 Plakate und 20 A3 Plakate gedruckt. Das kostete bei wirmachendruck.de ca. 23 Euro. Hier sind die Links:

Methode beim Verteilen von Plakaten für Direktvermarkter

Wir sind durch benachbarte Städte und Orte gefahren. Dabei haben wir die Plakate in folgenden Örtlichkeiten aufgehängt:

  • Kunden suchen Kunden Wände in Supermärkten (z.B. Combi, Edeka, etc.).
  • Restaurants (am besten mit etwas gehobenen Preisen. Nicht der Imbiss nebenan).
  • Banken (haben teilweise Wände oder Litfasssäulen)
  • Bio-Läden
  • Buchläden

Für das Aufhängen braucht man nur Tesafilm und die Plakate.

Fazit Plakate für Direktvermarkter

Da wir die Flyer und die Plakate zur gleichen Zeit verteilt haben, ist schwierig zu messen was besser funktioniert. In zukünftigen Plakaten wollen wir im QR-Code einen Parameter einbauen, der für Plakate und Flyer eindeutig ist. So kann man die Zugriffe auf den Friedhold Online Hofladen messen.

Beim Verteilen ist aufgefallen, dass es nicht unbedingt viele Orte gibt, an denen man Plakate aufhängen kann. A3 Plakate waren noch schwieriger als A4 Plakate, da sie mehr Platz einnehmen. Da wir von Friedhold örtlich niemanden kannten, war es für uns jedoch noch einmal schwieriger. Wenn man als Landwirt ggf. die Betreiber der Restaurants in der Region kennt, lassen die vielleicht eher mit sich reden.

Eine Möglichkeit wäre auch noch Plakate am Straßenrand aufzuhängen. Dafür braucht man eine Genehmigung der Stadt, am besten A1 Plakate und eine Vorrichtung, an denen man diese anbringen und an Laternen befestigen kann.

Facebook – regionale Gruppen für Direktvermarkter

Am meisten Reservierungen und Neukunden haben die Beiträge aus den regionalen Gruppen gebracht. Diese sahen so aus:

Inhalte vom Beitrag in regionalen Gruppen

Wir haben uns in diesem Beitrag bewusst dafür entschieden, es als eine Neuheit darzustellen. Dadurch, dass wir es „Cow-Sharing“ genannt haben, hat man schonmal die Aufmerksamkeit von mehr Leuten, als wenn man geschrieben hätte „wir haben mal wieder Rindfleisch im Angebot“.

Hinzu kommt das bestimmte Datum „07.11“, was die Aktualität und Besonderheit unterstreicht. Es folgt die Handlungsanweisung inklusive dem Link direkt zum Friedhold Online Hofladen. Hier ein kleiner Exkurs.

Viele Landwirte haben bereits eine Website und sie sind auch zurecht stolz darauf. Allerdings sollte man in solchen Beiträgen immer direkt auf die Seite mit den Produkten verweisen. Je mehr Schritte die Kunden gehen müssen, bis die Produkte zu sehen sind, desto mehr Kunden springen ab.

In diesem Fall hat der Landwirt sich bereit erklärt, die Ware bis an die Haustür zu liefern in bestimmten PLZ-Gebieten. Das hatte sicherlich auch einen sehr positiven Einfluss auf den Erfolg der Beiträge.

Am Ende werden nochmal die Vorzüge des Hofes erwähnt und sich verabschiedet. Zu erwähnen seien noch die Emoticons. Diese wirken verspielt und es ist nicht für jeden was. Allerdings lockern sie den Text auf und wirken generell interessant.

Dem Beitrag wurden zudem noch 4 Fotos angehängt:

  • Foto 1: Aktualität „Neue Ware am 07.11, Handlungsaufforderung „Jetzt online reservieren“ und ein Bild von der Ware
  • Foto 2: Nimmt den Kunden die Sorgen, indem es die kostenlose Lieferung erwähnt
  • Foto 3: Ein Auszug aus den Produkten, damit der Kunde die Preise bereits grob einschätzen kann.
  • Foto 4: Vorzüge des Fleisches nochmal unterstreichen

Kosten der Beiträge in regionalen Facebook-Gruppen

Das ist das Schöne an diesem Werbemittel: es kostet nichts.

Methode zum Teilen von Beiträgen in Facebook-Gruppen

Wir haben erstmal recherchiert und eine Excel-Liste angelegt, um die Gruppen zu sammeln. Dabei haben wir bei Facebook nach den Orten in der Nähe gesucht. Zum Beispiel „Soltau“, „Bad-Fallingbostel“, „Visselhövede“, usw.

In vielen Orten gibt es Gruppen wie zum Beispiel:

  • Flohmarkt Soltau
  • Soltauer helfen Soltauern
  • Du bist Soltauer wenn…
  • Vissel aktiv

Als nächstes fragt man bei den Admins der verschiedenen Seiten an, ob man einen Beitrag für regionale Lebensmittel veröffentlich darf. Bisher haben alle zugestimmt, weil es eine gute Sache ist.

Zu guter Letzt veröffentlicht man die Beiträge in den verschiedenen Gruppen. Man kann sich auch überlegen, ob man die Beiträge zeitversetzt veröffentlicht, weil manche Leute in mehreren Gruppen sind und somit Beiträge doppelt und dreifach sehen. In unserem Fall haben wir in ca. 8 Gruppen gleichzeitig veröffentlicht.

Als Randnotiz: wir haben im Namen des Landwirts die Beiträge veröffentlicht. Dafür kann man eine eigene Facebook-Seite für den Hof anlegen, oder als Landwirt den eigenen Facebook Account verwenden. Unserer Meinung nach ist es sehr wichtig, es im Namen des Direktvermarkters zu veröffentlichen, weil dieser regional ggf. schon bekannt ist.

Fazit Beiträge in regionalen Facebook-Gruppen für Direktvermarkter

Nach der Veröffentlichung ging es richtig rund. Die Beiträge wurden sehr oft geteilt, kommentiert und mit Gefällt-mir markiert. In den 5 Tagen nach der Aktion waren über 350 neue Leute auf dem Online Hofladen von Hof Brockmann.

Stündlich konnte man neue Reservierungen rein kommen sehen, so dass bereits nach 12 Stunden die Hälfte des Rindes verkauft wurde.

Zu beachten ist, dass viele Kommentare rein kommen können, auch mit Fragen an den Landwirt. Hier muss man auf Zack sein, und am besten schnell antworten. Andere positive Kommentare sollte man mit „Gefällt-mir“ markieren.

Das alles nimmt sehr viel Zeit in Anspruch und man sollte dabei am Schreibtisch sitzen und sich die Zeit dafür nehmen. Daher werden wir bei Friedhold auch in Zukunft den Landwirten anbieten, dass wir für sie diese Arbeit erledigen.

Es gab teilweise auch negative Kommentare. Das hielt sich allerdings in Grenzen. Einer hat geschrieben, dass die Preise zu hoch seien, weil es beim Schlachter nebenan günstiger sein. Da haben wir reagiert, indem wir betont haben, dass es keine Massenware ist, das es sich um Qualität handelt und das man die Preise benötigt, um den Hof nachhaltig bewirtschaften zu können.

Nach dieser Erfahrung ist dies das beste Werbemittel bisher. Es kostet nichts, außer etwas Arbeit, und man erreicht sehr gut die Kunden aus der eigenen Region.

Was haben wir unterm Strich gelernt?

Beiträge in regionalen Gruppen auf Facebook können richtig gut funktionieren, wenn man sie richtig aufsetzt. Da unser Beitrag gut funktioniert hat, können wir nur daraus schließen, dass die Inhalte nicht verkehrt waren:

  • Als Neuheit deklarieren („Cow-Sharing“)
  • Schöne und informative Bilder mit den wichtigsten Informationen
  • Klare Handlungsanweisung (bestellen auf der Website)
  • Text mit Emoticons anreichern

Dabei sind die Kosten dafür bei 0 Euro, was das Ganze noch interessanter macht.

Auch nicht zu vernachlässigen ist, dass Hof Brockmann uneingeschränkt auf Service gegangen ist während dieser Aktion. Kostenlose Lieferung in bestimmte PLZ-Gebiete und das Anbieten kleiner Mengen statt 5kg Pakete ist genau das, was viele Kunden aus dem Supermarkt kennen und haben wollen.

Flyer und Plakate haben kein Vermögen gekostet, allerdings hatten sie keinen großen direkten Effekt auf die Reservierungen. Da die Inhalte identisch zu den Facebook Beiträgen war, würden wir daraus schließen, dass das Medium und die Art der Übergabe (in den Briefkasten) das Problem war.

Eine persönliche Übergabe des Flyers, oder einen Flyer den man mit z.B. Kunden-werben-Kunden Aktionen den Waren beilegt, müssen noch ausprobiert werden.

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